Naturkundliche Vereinigung Langenhagen e.V.
Aktueller Stand im NIL
Neuigkeiten aus dem alten Wasserturm – Ausbauarbeiten 2021
Im Januar machten sich Julia Fuhrmann, Christian und Hans-Jürgen Ratsch daran, den Fußboden im neuen Lagerraum über dem neu gebauten Unterrichtsraum zu verlegen.

Nach Fertigstellung des Fußbodens wurde der Raum mit Schränken für unsere naturkundliche Sammlung ausgestattet. Karsten Nicolay übernahm die Malerarbeiten und Johann Mayer alle notwendigen Holzarbeiten, sowie die Einbauten der Brandschutzwände und Türen. Weiterhin wurden Schränke für die Materialien der Imkerei-AGs und der nachhaltigen Schülergenossenschaft „Imkerei der IGS List“ aufgebaut, Lagerplätze für Bienenbeuten geschaffen und übersichtlich gestaltete Ablagen für die Imkeranzüge der AG-Schüler*innen eingebaut.

Darüber hinaus wurden die Deckendurchbrüche für die Unterverteilung der Elektroanlage gemacht und erste Kabel verlegt. Die neue Unterverteilung ließ lange auf sich warten, wurde aber dann doch im November geliefert. Sie wird voraussichtlich im Januar in Betrieb genommen werden können.

Viel Zeit und planerisches Geschick waren nötig, um auch den Unterrichtsraum voran zu bringen. Thomas Taube, Karsten Nicolay, Rainer Skowronek, Johann Mayer und Christian Ratsch tüftelten an einer optimalen Raumausnutzung, denn der neue Unterrichtsraum musste ja nicht nur für Vorträge sondern auch für die unterrichtliche Nutzung mit Schulklassen multifunktional ausgestattet werden.

Planung ist das Eine, Finanzierung das Andere!!! Um die nötigen Geldmittel aufzubringen, wurden zahlreiche Förder-anträge gestellt und auch Spendenaufrufe erfolgreich durchgeführt. So wurde unser Antrag auf Förderung im Rahmen der Projektauslobung „75 Jahre Demokratie in Niedersachsen“ genehmigt und wir konnten mit den Fördermitteln sowohl neue Holzbearbeitungsmaschinen für die Holzwerkstatt als auch eine neue Be- und Entlüftungsanlage für die Bienenwachskerzenmanufaktur finanzieren. Darüber hinaus hat Familie Heitmüller eine erfolgreiche Spendenaktion durchgeführt, um weitere Mittel für die o.g. Projekte zu bekommen.

Die Maschinen für unsere Holzwerkstatt wurden am 29.11.2021 geliefert, die Belüftungsanlage wurde inzwischen auch eingebaut!!!

Neu war in diesem Jahr die Durchführung von Sozial- und Betriebspraktika für Schüler und Schülerinnen des 8. und 9. Jahrgangs der IGS List. Die jungen Leute haben bei uns ehrenamtlichen Einsatz, verbunden mit praktischer Arbeit kennen gelernt und mit viel Elan Wachsverarbeitung, Angebotserstellung, Kundenkontakte und Auftragsbearbeitung durch-geführt. So wurden 380 nachhaltig produzierte Kerzenhalter aus Moorbirkenholz gesägt, gedrechselt, geschliffen und verpackt. Für den Auftrag wurden Zertifikate für Nachhaltigkeit entworfen, mit dem Auftraggeber abgestimmt und schlussendlich gedruckt und in schönen Umschlägen den Weihnachtspäckchen beigefügt. Ein gelungenes Projekt, das zudem dazu geführt hat, dass die Praktikanten Anträge auf Mitgliedschaft in der nachhaltigen Schülergenossenschaft „Imkerei der IGS List“ gestellt haben.

Was wollen wir mehr???

Die Sparkasse Hannover unterstützt mit einem fünfjährigen Fördervertrag den Ausbau des alten Wasserturms zum Natur-Informations-Zentrum.




Christian Ratsch beim Zusä-gen der Bretter für den Fuß-bodenbelag.


Das Bild zeigt die Be- und Entlüftung mit Wärmerück-gewinnung.



Beim Sozial- und Betriebspraktikum für Schüler und Schüle-rinnen des 8. und 9. Jahrgangs der IGS List waren die jungen Leute, unter der Leitung von Johann Mayer, mit viel Elan dabei.

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Jahreshauptversammlung 2021
Einige Positionen im Vorstand neu besetzt
Wegen der Corona-Pandemie hatte unser Vorstand beschlossen, die Mitgliederversammlung 2021 vom Frühjahr auf den Sommer zu verschieben, um sie im Freien durchführen und die Abstandsregeln einhalten zu können. Sie fand am 19. Juni 2021 im Bienengarten hinter dem Wasserturm statt. Im Anschluss wurde gegrillt.
Alle Rückmeldungen, die wir zu dieser Veranstaltung erhalten haben, waren sehr positiv.
Bemerkenswert ist, dass es gelungen ist, mehrere teils seit Jahren vakante Fachbereichsleiter*innen-Positionen mit engagierten Mitgliedern zu besetzen.
Darüber hinaus wurde ein neuer Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ eingerichtet. Aufgabe dieses neuen Fachbereichs ist es, die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zu koordinieren.
Derzeit unterhält die NVL Beziehungen zu Malawi (Ostafrika), Belarus, Serbien und Italien. Über die nachhaltige Schülergenossenschaft „Imkerei der IGS List“ gibt es Beziehungen weltweit.



Der neue Vorstand besteht aus:
1. Reihe von links:
Jochen Baldner, Schriftführer, Ursula Koch, Schatzmeisterin, Alexander Helmut, 2. Vorsitzender, Hans-Jürgen Ratsch, 1. Vorsitzender, Johann Mayer, Bauleiter.

Auf der Treppe:
Svetlana Mielke, FBL Botanik, Ulrike Winter-Rackuhr, Pressewartin, Dennis Deder, FBL Internationale Zusammenarbeit, Leon Antonijevic, FBL Biotopmanagement. Nicht auf dem Foto: Michael Smykalla, FBL Astronomie und Christian Ratsch, FBL Zoologie.
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Neuer Aussichtsturm im Bissendorfer Moor steht Besuchern jetzt offen
Aussichtsturm Bissendorfer Moor Beste Blicke ins Bissendorfer Moor gibt es nun auch wieder von der Langenhagener Seite. Die Region Hannover hat den maroden Aussichtsturm im Süden des Hochmoores durch einen ebenbürtigen Nachfolgebau ersetzen lassen. Der neue Turm mit einer Aussichtsplattform in sechs Meter Höhe über Gelände besteht in den tragenden Elementen aus Eiche, im Übrigen aus Lärche. Das Holz stammt aus nachhaltigem Waldbau. Die Region Hannover hat als Auftraggeberin dafür rund 50.000 Euro investiert.

"Das Bissendorfer Moor gehört zu den wenigen weitestgehend erhaltenen naturnahen Hochmooren Niedersachsens", so Christine Karasch, Umweltdezernentin der Region Hannover. "Durch den Turm kann diese faszinierende Landschaft nun wieder mit Weitblick erlebt werden." Da er ein Meter höher ist als der Vorgänger, bietet der Aussichtsturm einen noch besseren Blick auf den Muswillensee, einem natürlichen Moorkolk, sowie die baumfreie Hochmoorfläche.

Blick ins Bissendorfer Moor

Blick ins Bissendorfer Moor
Das gut 700 Hektar große Bissendorfer Moor steht im Kern seit 1971 unter Naturschutz. Zusammen mit dem Otternhagener, Helstorfer und dem Schwarzen Moor gehört es zur Nordhannoverschen Moorgeest. Alle vier Moore tragen das europäische Prädikat "Natura 2000"-Gebiet. Ein LIFE+-Projekt mit Mitteln der Europäischen Union soll helfen diese Moorlandschaften wieder zu vernässen und damit wertvolle Lebensräume für nachfolgende Generationen zu sichern und zu entwickeln. Das Projekt leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Zum Bissendorfer Moor führt der Themenradweg "Von Moor zu Moor", der auf 100 Kilometern insgesamt sieben verschiedene Moorgebiete im Norden der Region Hannover verbindet.

Der alte Südturm im Bissendorfer Moor stammte aus dem Jahr 1984, seine Errichtung wurde noch von der Bezirksregierung in Auftrag gegeben und wurde seit deren Auflösung vom Fachbereich Umwelt der Region unterhalten. Schon 2017 ist ebenfalls aus Mitteln der Region Hannover der Aussichtsturm im Norden auf dem Gebiet der Gemeinde Wedemark erneuert worden.

Hinweis für Besucherinnen und Besucher: Der neue Turm steht am Ende eines Stichweges. Das Verlassen des Weges ist zum Schutz der empfindlichen Vegetation, störempfindlicher Arten und nicht zuletzt zum Schutz der Besucher verboten.

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Die neue Abteilung Astronomie
Die Beobachtung des Himmels, begeisterte die Menschheit seit Beginn ihrer Existenz. In der zum Weltkulturerbe zählenden »Höhle von Lascaux«, die aufgrund ihrer herausragenden Höhlenbilder auch als »Sixtinische Kapelle der Frühzeit« bezeichnet wird, finden sich astronomische Darstellungen, deren Alter auf 17.000 bis 15.000 vor Chr. datiert werden.

Aufgrund der Faszination, die die Beschäftigung mit dem Sternenhimmel auslöst, bot die NVL in der jüngeren Vergangenheit stets gut besuchte astronomische Vortragsveranstaltungen an. Sternenkundlich interessierte Mitglieder äußerten den Wunsch, ein Forum zum Austausch zu bekommen. Deshalb gründete die NVL auf der Mitgliederversammlung 2018 die Abteilung Astronomie.

Neben Vorträgen und Exkursionen bietet ein »Stammtisch« die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen. Vorkenntnisse sind keine Bedingung für die Teilnahme. Jeder kann hier seine Fragen, Ideen und Wünsche einbringen.

Wegen der aktuellen Corona Lage finden z. Zt. keine Treffen statt.

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Positive Entwicklung der Streuobstwiese in Kananohe
Auf unserer Streuobstwiese in Kananohe ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung:
2015 wurde im Auftrag der Region Hannover ein neuer großer Teich angelegt! Vorschläge dafür hatte die NVL schon viele Jahre diskutiert und immer wieder ins Gespräch gebracht und beantragt.
Die viele Mühe und Arbeit hat sich gelohnt.

Bereits im Frühjahr 2016 wurden durch den Naturschutzbeauftragten der Stadt Langenhagen, Herrn Ricky Stankewitz an dem neuen großen, erst im vergangenen Herbst angelegten Teich bereits 7 rufende Laubfrösche nachgewiesen.

Bei einer Begehung durch die NVL im Juni wurden in diesem Gewässer dann zahlreiche Kaulquappen nachgewiesen.

Laubfrösche am neuen Gewässer

Laubfrösche am neuen Gewässer
Foto: Ricky Stankewitz
Nach dem Abtransport des Aushubes vom letzten Jahr und weiterer Planierungsarbeiten auf etwa der Hälfte der Fläche der Streuobstwiese waren 2016 keine weiteren größeren Pflegemaßnahmen notwendig.

Um aber die weitere Ausbreitung der Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis) durch Samen im nördlichen Bereich der Streuobstwiese zu begrenzen, wurde der für den 26.11.2016 vorgesehene Arbeitseinsatz auf den 4.10. vorgezogen. Hierbei wurden nur alle Samenstände und Blüten der Goldrute entfernt.

Unser Abteilungsleiter Biotopmanagement, Herr Henning Eichelkraut beobachtet die Entwicklung auf der Streuobstwiese und schlägt dem Vorstand geeignete Maßnahmen für Arbeitseinsätze vor.

Wer Interesse an der weiteren Entwicklung und Pflege dieses wunderschönen Ökosystems hat, ist herzlich eingeladen, mit zu arbeiten.
Interessenten melden sich bitte bei Henning Eichelkraut oder Hans-Jürgen Ratsch. Die Kontaktdaten finden Sie unter Kontakte.

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Seltenheit im Schutzgebiet Sandgrube Engelbostel entdeckt
In der Sandgrube in Engelbostel gelang Mitgliedern der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen ein bemerkenswerter Fund. In einem Hochstaudenpulk von Goldrute, Lichtnelke, Brennnesseln und Gräsern kunstvoll eingeflochten hing das kugelige Grasnest einer Zwergmaus, mit dem typischen winzigen Einschlupf an der Seite und nicht größer als ein Tennisball. Die NVL ist hocherfreut über diesen Zuwanderer. In ihrem abwechslungsreichen Biotop, ist die Zwergmaus doch der kleinste europäische Nager und so heimlich, dass man viel Geduld bei der Beobachtung aufbringen muss. Aber man muss sie nicht unbedingt sehen, denn auch ein Nestfund ist ein untrüglicher Nachweis.

Die 6 cm lange Zwergmaus – noch einmal so lang ist der Schwanz – würde in ein Teelicht passen. Sie lebt von Samen und Früchten der Gräser und Kräuter und von Insekten. Trotz ihrer Kleinheit (oder gerade deswegen) ist sie sehr reproduktiv. Drei- bis viermal im Jahr kommen im mit Rohrkolbenflusen und Weidenkätzchen-wolle ausgepolsterten Nest 4 bis 8 nackte, blinde Mäuschen zur Welt.

Eine Besonderheit unterscheidet Zwergmäuse von allen übrigen Arten ihrer großen Nagerfamilie: Ein Greifschwanz, den sie um Halme und Stängel wickeln und bei den akrobatischen Kletteraktionen im Halmgewirr zusätzlichen Halt verleiht. In vielen Tierbüchern werden sie als besonders possierlich, anmutig und liebenswert beschrieben.

Das alte Nest konnte ohne Bedenken herausgeschnitten werden, denn es wird nie mehr benutzt.
Es wird seinen Platz finden bei den Ausstellungsobjekten der NVL im Wasserturm.
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